Anwalt Rostock Familienrecht

Wie läuft der Versorgeausgleich bei einer Scheidung ab?

Wird eine Scheidung beantragt, so prüft das Gericht von Amts wegen, ob und welche Ansprüche der Ehepartner auf Alters- und Invadilitätsvorsorge während der Ehe erworben worden sind, um diese auszugleichen. Grundsätzlich kommt es zu einer Halbteilung aller in der Ehezeit erworbenen Versorgungsanrechte.

Umfang des Versorgeausgleichs

Dazu muss zunächst ein Fragebogen des Gerichts ausgefüllt werden, bei dem folgende Ansprüche aus folgenden Bereichen erfragt werden:

  • aus der gesetzlichen Rentenversicherung
  • aus einer Versorgung aus einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis
  • aus einer Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes
  • aus der gesetzlichen Altersversorgung
  •  aus einer privaten Altersversorgung
  • aus einer berufsständigen Versorgung

Den Ehepartnern wird durch das Gericht der Fragebogen des jeweils Anderen zur Prüfung vorgelegt. Sollte einer der Eheleute sich weigern Auskünfte zu erteilen, kann das Gericht (auch unter Androhung von Zwangsgeld) die Mitwirkung anordnen.

Ausschluss oder individuelle Vereinbarung des Versorgeausgleichs

Bei nur sehr kurzer Ehedauer (unter 3 Jahren) findet gemäß § 3 Absatz 3 VersAusglG ein solcher Ausgleich nicht statt.

Die Ehepartner können im Vorfeld auch eine individuelle Vereinbarung treffen. Das Familiengericht ist dann grundsätzlich an diese Vereinbarung gebunden, kann jedoch die Angemessenheit derselbigen kontrollieren. Eine solche Vereinbarung bedarf gemäß § 7 VersAusglG der notariellen Beurkundung.

 

Haben Sie weitergehende Fragen zum Thema Versorgungsausgleich, so rufen Sie uns an und vereinbaren einen Termin in unserer Rostocker Kanzlei.

 

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Ihr Ansprechpartner:

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Mathias Drewelow

Telefon: 0381/25296970
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